Folge 3: Der Sturz des Oberbürgermeisters von Münster
Georg Sperlich war von 1920 bis 1932 Oberbürgermeister von Münster. Er war ein Mann der alten Ordnung, pflichtbewusst, autoritär, tief verwurzelt im katholischen Milieu. Sperlich glaubte an Disziplin, Hierarchie und die Macht der Verwaltung, aber nicht an die Demokratie. Während in der Weimarer Republik neue Ideen, Parteien und Bewegungen um Einfluss rangen, hielt Sperlich an einem Bild von Staat und Gesellschaft fest, das längst ins Wanken geraten war.
In dieser Folge geht es um seinen Aufstieg, seinen Sturz und das politische Klima, das die Nationalsozialisten an die Macht brachte. Für Sperlich stand die Brandmauer links von ihm, aber die Demokraten...